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Wieso liebt man einen Menschen? Vielleicht weil er/sie etwas besonderes für dich getan hat. Dein Leben gerettet oder dir Überraschungen kleineren Ausmaßes beschert… Aber wie kann man jemanden aus seinem Nichtstun heraus mögen? Ist das möglich? Ja ist es. Es ist dieser Funke, den es geben sollte, aber leider nicht immer gibt.  Manchmal bildet man sich ihn einfach ein (s. Artikel “Einbildung!). Denn nur im besten Falle wird ein solcher Funke erwiedert. Aber wenn- dann stellt sich die ganze Welt auf den Kopf…

Ein toller Spruch, “Für die Welt bist du jemand…. aber für jemanden bist du die Welt!!!”, den ich am unpassendsten Ort überhaupt las; eine hässliche, schwarze und zerkratzte Aufschrift auf der Kabienentür einer Toilette in der Schule…     So wunderbare Worte verdienen eindeutig einen besseren Platz, finde ich!   Aber zurück zum Funken…

Für die meisten ist es nahezu unverständlich, wie man einen Menschen, den man bestimmt zum ersten Mal im Leben sieht, lieben kann. Auch wenn die Person, die behauptet, das sei unmöglich es selber schon erlebt hat. Dann heist es meistens “Och aber das war damals doch ganz anders” oder “Naja wir wussten es halt! Aber hier…nenene!”=)))

 Der Funke kommt jedoch “aus dem Bauch heraus”, vergleichbar mit einem Instinkt. Man erblickt ein Wesen seinesgleichen. Leider spielt hier der Kopf nicht so ganz mit. Der wird (hoffentlich!) nach einiger Zeit hinzugeschaltet. Feuer und Flamme - ist klar, aber den Kopf ganz abzuschalten kann gefährlich werden…

Der Funke entsteht also, wenn man einem völlig neuen Menschen begegnet. Da kommt es natürlich meistens auf das Aussehen an. Im Laufe der Geschichte gab es viele Ideale, aber im Grunde genommen hat jeder eine eigene Vorstellung von seinem “Traum”. Wenn das Aussehen des/derjenigen dann auch noch seiner früheren Vorstellung entspricht, kann man allemal mit etwas Schwindelgefühl rechnen! ;D

Aber da gibt es noch eine Art des Funkens: und die entsteht erst recht aus dem NICHTSTUN!     Ist z.B. das Aussehen weniger ansprechend, aber man entscheidet sich doch, die Person näher kennenzulernen. Hier kann der Funke bei einem bestimmten Satz zischen, der dem Gegenüber den Atem zu verschlagen scheint, (im positiven Sinne!)  Das können Worte sein, nach denen man sein ganzes bisheriges Leben zu suchen schien, Worte, von denen man immer dachte, sie kenne sonst niemand, die nur dein eigenes Geheimnis seien.   Genau deshalb fühlt man sich dem neuen Menschen näher, als man sich vorstellt. Er (sie) hat dein Geheimnis gelüftet!  Als hätte er/sie plötzlich in dein Denken hineingegriffen und dir deine eigenen Pläne gezeigt! Vielleicht war man sich mancher Sachen gar nicht bewusst… Wie Erinnerungen aus der Kindheit: selbst wäre man nie drauf gekommen, etwas zu tun, und dann riecht/fühlt/sieht man plötzlich etwas, was dich in seinen Bann zieht und alles hervorruft, was man längst vergas.

   DAS ist das ALLESSEIN für jemanden. Aus seinem eigenen Nichtstun, ja sogar Nichtsdenken und Nichtssagen, allein aus der universellen Fantasie, bringt man eine andere Person dazu, dermaßen in deinen Gedanken zu leben!

Das ist ein Wunder, das ewige, unvergängliche Gefühl der Liebe, das Gefühl, “Sich gefunden zu haben” und die Entdeckung der “zweiten Hälfte”.

Das ist es, was ein Leben lebenswert macht.

Wer in seinem Leben nicht einmal richtig LIEBT, niemals ALLES IST, niemanden EINFACH SO liebt, obwohl er nichts Besonderes ist - einfach für sein NICHTSTUN, dafür, dass es ihn gibt, der hat nicht wirklich gelebt.

20.10.07 22:12
 


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